Problemstellung Spam

Unter allen elektronischen Kommunikationsformen ist die E-Mail die meist genutzte in Unternehmen. Allerdings ist der Anteil der E-Mails, die werbende und unerwünschte Inhalte (Spam) an den Empfängern übermitteln, weiterhin extrem hoch. Gegenmaßnahmen von Internet-Providern gegen Spam in den letzten Jahren waren zwar durchaus erfolgreich, widerholt gelang die Abschaltung großer Botnetze, die zum Spamversand eingesetzt wurden.

Das hat auch zur deutlichen Reduktion der weltweit verschickten Menge an Spam geführt, trotzdem sind weiterhin etwa fünf von sechs verschickten E-Mails Spam

 

Abb. Entwicklung des Anteils an Spam am E-Mail-Verkehr seit 2004

Kosten durch Spam

Die unerwünscht zugesandten E-Mails richten erhebliche Schäden an.

Wesentlich sind Kosten für die Übertragung, Verarbeitung und Speicherung von Spam, Administrationsaufwand und nicht zuletzt Kosten durch Arbeitszeitverluste der Mitarbeiter. Weiterhin ist Spam oft Träger von Viren und anderen Schadprogrammen oder Teil einer kombinierten Attacke auf die Sicherheit von IT-Systemen.

Kosten für Spamfilter betragen dagegen nur einen Bruchteil der durch Spam verursachten Kosten. Spamfilterlösungen bieten zudem heute viel mehr als nur die Abwehr von Spam und Viren.

Gründe für den Einsatz von Spamfiltern gibt es jedenfalls reichlich und kein Unternehmen kann es sich mehr leisten, ohne Spamfilter zu arbeiten.

Kosten durch akute Schadenfälle hängen sehr stark vom konkreten Fall ab und sind deshalb kaum zu beziffern. Die Aufstellung möglicher, durch Spam verursachter Schäden kann aber bei der Einschätzung der Größenordnungen helfen:

  • Einbußen an produktiver Arbeitszeit, vor allem an Büroarbeitsplätzen, bei Ausfall des Mailservers
  • Aufwände für die Wiederherstellung des Servers
  • Aufwände für die Wiederherstellung von Systemen und Daten bei Virenbefall
  • Schäden auf Grund verloren gegangener E-Mails und ggf. anderer Daten
  • Verlust von Aufträgen wegen verzögerten Eingangs von Bestellungen und Anfragen
  • Reputationsschaden

Spam verursacht allerdings auch ohne akuten Notfall oder Schadenfall erhebliche Kosten in Unternehmen. Von Bedeutung sind:

  • Kosten durch die Übertragung von Spam (Leitungskosten, Traffickosten, reduzierte Bandbreite für andere Anwendungen)
  • Kosten durch die Verarbeitung von Spam (Server-Hardware, Strom)
  • Kosten durch die Speicherung von Spam (Plattenplatz, Backup)
  • Kosten durch verlorene Arbeitszeit von Mitarbeitern (manuelles Löschen von Spam, Suchen fälschlich geblockter oder gelöschter E-Mails)
  • Kosten durch die Anschaffung und Installation einer Spamfilterlösung (SW-Lizenzkosten, ggf. Hardware / Appliance, Personalaufwand für die Installation und erstmalige Einrichtung)
  • Kosten durch den laufenden Betrieb der Spamfilterlösung (Strom, Administrationsaufwand)